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Viel Spaß beim Lesen:
Das Prag-Tagebuch
Tag
1
Wir
kamen am Petersplatz an und sahen den Bus. Bus ???? Hat es eine
Bedeutung, dass er die Busnummer 08/15 hat? Dieses Krüppelgefährt! Wir
sind 26 Personen, der Bus aber nur 25 Plätze + einen
Begleiter(-not)sitz. Das passt! Also 10 Stunden Sardinendasein!
Noch nicht ganz unterwegs, standen wir schon im Stau. ….also,
korrigiere: 12 Stunden Sardinendasein!
An der Grenze hatten wir dann längeren Aufenthalt. Claudia Böcking
blieb sogar ganz da. Ohne Perso keine Einreise....
Tschechien
sieht eigentlich nicht wirklich anders aus, also zu Hause, nur
wesentlich heruntergekommener. In Prag sind wir dann durch
professionelle Leitung Herr Rövers( „Hier müssen wir rechts
fahren... wir könnten aber auch die nächste rechts rein... wir können
eigentlich überall rechts rein!“) etwa dreimal im Kreis gefahren
(„Nimm doch mal jemand dem Röver die Karte weg!“) bis wir am Hotel
angekommen sind. So haben wir dann schon einmal ein Teil Prags kennen
gelernt. „Das sind ja alles Privathäuser“ .. „Ja das hoffe ich
doch!“
Das Hotel war dann doch eine relativ angenehme Überraschung – mal
abgesehen vom Frühstück! - Na ja ist ja auch egal. Auf jeden Fall sind
die Meisten dann noch in die Stadt gefahren.
Tag
2
Nach
diesem „ach so reichhaltigen“ Frühstück – frag mich nicht,
wonach die Marmelade (wenn es denn überhaupt welche war) geschmeckt hat
…- sind wir dann von Dennis, unserem überaus „kompetenten“,
sozialistisch angehauchtem Stadtführer abgeholt worden. Was wir von ihm
gelernt haben? Lasst mich überlegen…
Also,… alles Räuber, Kapitalisten, Abzocker, und, und, und … außerdem
kann die Demokratie da auch nix machen … und Geld wechseln? Bloß
nicht in der Wechselstube mit Werbung usw. – wahrscheinlich besser in
Seiner!
Taxifahrer sind grundsätzlich Schweine! ..und essen: nur in kleinen,
abgelegenen Pinten! „also gehmma weitaaa…“ – diesen Satz hörten
wir etwa so oft wie „Einverstanden?“ Nur mit was? Wir mussten ja
alles so nehmen, wie er es sagte! Am Ende der Führung – die übrigens
auch mit einem menschlichen Verlust durch Krankheit anfing, konnten wir
noch in einer von Dennis so angepriesenen – tja, was eigentlich –
essen. Die Knödel sahen irgendwie aus wie Weißbrot, schmeckten aber
herrlich! Als Frau Clevermann und noch einige andere ihr Gulasch (hmmm!)
gegessen hatten, fiel unsere Überlegung auf das Abendessen. „Tja
wahrscheinlich echtes Prager Gulasch!“
Moment mal… was hatten wir doch grade noch am Teller?
Dann wanderten wir weiter auf den Spuren Kafkas über die Karlsbrücke.
„Wo wollen wir eigentlich hin?“ „Wo ist eigentlich der Röver?“
„Keine Ahnung,… aber fragen wir doch mal den KOMPETENTEN Teil
unserer Reiseleitung…!“
Wie dem auch sei sind wir schließlich auf einem Prager Berg – na ja Hügelchen
- gelandet – total schön, muss man aber gestehen - auf dem wir ein
306 Stufen-Eiffelturm-Imitat bestiegen haben …. Eine Wahnsinns-Aussicht
auf ganz Prag!
Man sieht die verschiedenen bunten Häuser mit roten Dächern –
richtig schön!
Carina und ich sind dann noch etwas durch die Gassen gelaufen und haben
total schöne Ecken, aber auch die Ausmaße der Flut entdeckt.
Gleich gibt’s das schon angedeutete Essen und dann geht’s weiter in
der Stadt... Nightlife testen!
In diesem Sinne, morgen geht’s weiter mit dem Bericht!
Tag 2 (Abend)
Ja,
dieser Abend hatte es in sich *g*. Um halb neun wollten wir los! Um 10
vor neun waren die Jungs endlich fertig gestylt und um halb zehn
ging’s endlich los! Klar wenn man(n) sich erst noch übers Essen
beschweren muss!
Was soll’s?! Wir sind dann 2 Stunden unter mehr oder WENIGER
Sachkundiger Leitung von Gerrit durch ganz Prag gelaufen um eine
bestimmte Bar zu finden…
Ob die Leute gelacht haben, als wir zum x-ten Mal im gleichen Kreis
gelaufen sind??
No comment!
Nachdem wir dann erfahren haben, dass der Laden wegen Hochwasser dicht
gemacht hat und die Gruppe der Fußakrobaten sich von 12 auf 5 Personen
reduziert hatte, beschlossen wir in die nächstmögliche Bar zu gehen.
Und wo sind wir gelandet?? In einem sündhaft teuren
High-Society-Nobel-Laden *****
Aber „Sex on the beach“ war schwer gut!
Wie dem auch sei,… so weit so gut!
Dann wollten wir in die Disco in der die Herrschaften schon gestern
waren.. Überraschung: GESCHLOSSEN! Klar, wie auch anders???
Es ist Sonntagabend, Leute!
Mittlerweile war es dann auch etwas später (2 Uhr) und der Heimweg kam
uns als letzte Idee in den Sinn!
Aber versuch mal im Ausland den Weg ins Hotel zu finden, wenn die U-Bahn
nicht mehr fährt und die Straßenbahn nur jede halbe Stunde. Dank
Gerrits Führung saßen wir etwas später in einer S-Bahn,…keine
Ahnung welche?!?!
Mit jeder Station wurde es lustiger: „Gerrit, weißt du, wo wir
sind?“ „Klar, kenn ich von gestern!“ Eine Station weiter…
Gerrit: „Also hier war ich ja noch nie!“ DANKE, hab dich auch lieb!
Von nun an sah man vier Leute etwa eine halbe Stunde durch Prag tigern!
Ich sollte an dieser Stelle besser nicht erwähnen, dass wir genau eine
Station mit der U-Bahn hätten fahren müssen… Aber es war ja NACHT!
Tag 3
Tja,
was könnte man nach so einem Abend noch viel erleben? Sind mal wieder
hinter unserem lieben Dennis her gerannt („gehmma weitaaa“) *Fußqualm*
Dabei waren wir dann irgendwann so genervt, dass erste Mordpläne à la
„Prager Fenstersturz die Dritte“ geschmiedet wurden. Endlich, nach
drei Stunden, 25 Min. und 40 Sek., hatten wir dann frei für den Rest
des Tages – mit Ausnahme den Abendessens im Hotel.
In der freien Zeit sind wir weitere 12321 Km gelaufen und per Tram
durchs Abenteuerland Prag gefahren. Natürlich mal wieder total
planlos…also wie immer!
Und trotzdem sind wir wieder im Hotel angekommen… auch ohne Gerrit und
Tobi, die sich schon im ersten Nobel-Restaurant abgesetzt haben. Ach übrigens:
Es gab gestern Abend kein Gulasch. Was genau das allerdings war, kann
ich nicht mit Sicherheit sagen. Wir haben schon versucht, sämtliche
Abendessen zu stornieren! Leider Fehlanzeige, aber jetzt wird nach
unseren Wünschen gekocht *g*!
Auch wir brauchen mal ne Stunde „Ruhe“. So konnten wir dann relativ
(!) ausgeruht zu dem gehen, was sich vorsichtig ausgedrückt Abendessen
schimpfte. Irgendein Teil irgendeines geflügelten Tieres mit einem
halben Kartoffelfeld pro Teller. Am Rand konnte man dank der Beschwerde
sogar die Spuren einer Tomate oder ähnlichem Gemüse erkennen.
Der Abend war echt super. Wir sind mit etwa 12 Leuten im – korrigiere
– vor dem Hotel geblieben. Kai hat einige Cocktails gemixt…. Die
2-Liter-Version, versteht sich.
Weitere Einzelheiten vielleicht irgendwann mal…
Nur so viel: Der Kühlschrank im Hotel war restlos ausverkauft!
In der Lobby saßen die Leiter der anderen Gruppe (Leverkusen, Jgst. 13)
Auch deren Leerer waren ganz in Ordnung(„Bier gibt’s keins mehr!“
„Ähm, hallo!!! Sie glauben doch nicht wirklich, dass ich mich noch
mit Bier abgebe???“)
Hätte ich ihnen vielleicht doch sagen sollen, das auch ein Teil ihrer
Gruppe bei uns war??
Herr Röver war echt ergriffen, als er aus der Metro-Station kam und die
gesamte Gruppe 2-Stimmig singen hörte *sg*!
Tag 4
Eigentlich
war für heute ein Spaziergang durch das jüdische Viertel angesetzt.
Der ist dann aber irgendwie ins Wasser gefallen, im wahrsten Sinne des
Wortes. NEIN, das Wetter ist nach wie vor bestens! Also waren wir mit
etwa 10 Leuten auf Tour in der City. Mensch, haben wir uns auf einen „gehmma
weitaaa“-freien Tag gefreut….
Pustekuchen…. ! Prompt lief uns Dennis über den Weg.
Ach übrigens, Herr Röver: Sie brauchen ihren Rucksack nicht unbedingt
aus dem Museum mitnehmen! Das tut nicht Not! Lassen Sie ihn ruhig
liegen,..kein Thema!
Haben uns dann wieder abgeseilt und ne coole Shopping-Tour gemacht.
(„Is it crocodile or Snake leather? ; Which kind of snake?”) Ein
Mitschüler brachte einen Preishammer nach dem anderen. Ich möchte
jetzt nicht ins Detail gehen, so erwähnenswert sind Schuhe für 19600
CzK = 710 Eur ja auch wieder nicht!
Gekauft hat er sie dann allerdings doch nicht. Ab drei Uhr war dann 2
Stunden Schifffahrt (fff!) auf der Moldau angesagt. *gähn*
Aber weiter im Text: Nach der Moldau-Schlaf-Rentner-Fahrt waren wir im
Schwarzlicht-Theater. War echt faszinierend. Ein sehr guter Tipp für
alle weiteren Prag-Reisenden. Als wir rein gingen war noch echt gutes
Wetter, danach war die Straße nass. Also keine guten Vorraussetzungen für
den Abend im Freien
Hilfe, ich merke ich schweife ab (na ja, die Gedanken schon im Cocktail
– oder anders herum???)
Die Gruppe trennte sich und wir haben die Clevermann und den Röver in
ne lustige kleine Pizzeria gezogen.
Man wird es nicht glauben, aber es war WIRKLICH lustig! Besonders das
bezahlen. Wir haben es mit 5 Leuten nicht gepeilt bekommen (zusammen)
das Geld abzuzählen. Und das mit Carina und(!) der Mathe-LK-Lehrerin!
Dies mal haben wir aber den Rückweg ohne Probleme gefunden…nachdem
Herr Röver Richtung Oper abgezogen ist!
Tag 5
Heute
Abend geht’s in die Oper: La Traviata! Frau Clevermann: „Das ist
doch die Oper, die bei „Pretty Woman“ gespielt wurde, oder? Da will
ich auch hin!“
„Mädels, lasst uns ne Runde heulen gehen...“
Heute morgen mussten wir um 7 Uhr aufstehen, um nach Theresienstadt zu
fahren. Um 6:55 Uhr hörte man einen Wecker aus Gerrits, Tobis und Jans
Zimmer, dann flog irgendwas an die Wand…dann…. Totenstille! Ey,
Weckermörder!
Also,
Theresienstadt war irgendwie nicht so der Bringer aber die Oper war
traumhaft!
Aber fangen wir noch mal wieder am Anfang an: Die Fahrt nach
Theresienstadt war nicht wirklich aufschlussreich. War ja absolut überschwemmt.
Die Führung war also auf ca. 1/3 gekürzt.
(„Hier können wir nicht hin, das steht noch unter Wasser!“) Dann
haben wir noch kurz die Kunstausstellung besucht, im absoluten
Schnelldurchlauf!
Boah, hatten wir Hunger… Man kann dir nicht vorstellen, wie wir uns über
einen Apfel gefreut haben. Sechs Leute, ein Apfel…. Hat aber gereicht!
Danach shopping again. Um halb sechs gab es dann Abendessen (so ne Art Kartoffelsalat und ein
Waschlappengroßes Schnitzel… man konnte es sogar als solches
erkennen….).
Wir haben geschlagene 1,5 Stunden gebraucht, uns für die Oper fertig zu
machen! („Kann ich mal deinen Mascara?“ „Welchen denn?“ „Den
Opernfesten!“)
Dann waren wir wieder in der *****Bar.
Tag 6
Hier
sollte man am Anfang mal lobend das Frühstück erwähnen: Es gab
frische (?) Brötchen!!
Nach diesem Freudenmahl sind wir dann Richtung Technikmuseum gejuckelt.
Na ja, na ja, na ja … es wäre wahrscheinlich interessant gewesen,
wenn man die Beschreibungen hätte lesen können. Und da wir ja alle
tschechisch lesen, schreiben und fließend sprechen und denken ist es
auch gar nicht nötig, mehr als auszugsweise englische oder deutsche
Erklärungen in einem internationalen Museum anzubieten.
Na ja, auf jeden Fall sind wir nach zwei Stunden wieder da raus, um
einen weiteren Programmpunkt in Angriff zu nehmen: Zwei Stunden durch
einen Stadtteil wandern. Also Treffpunkt um 2 Uhr an der Karlsbrücke.
Wir hatten grade 11:30 Uhr! Frau Clevermann hat uns zwar den Rückweg
erklärt, aber leider vergessen, in welche Richtung… Prag ist
aufgeteilt in 10 Bezirke. Praha 1, Praha 2 usw. Irgendwann standen wir
dann an der Endstation der S-Bahn. „Schlimmer als Praha 9 kann es ja
eh nicht sein. Praha 10 ist unser Hotel!“ Nein,.. schlimmer nicht,
aber genauso weit weg! Um 13:40 Uhr waren wir dann - OHNE Umweg – an
der Karlsbrücke. Nach kurzer Diskussion wurde das Programm dann
kollektiv boykottiert (mit Ausnahme von Christoph *Ich will Bildung*)
und besser genutzt.
Jetzt sind wir aus der Stadt gekommen und müssen leider packen!
Irgendwie habe ich absolut keine Lust nach Hause zu fahren!
FAZIT: Eine tolle Absch(l)ussfahrt.
Die Stadt ist so schön und auch, wenn einige Teile noch gesperrt sind
und man in den Flutgebieten noch deutliche Spuren, Wasserpumpen und Gerümpel
der Flut sieht, hat die Stadt etwas faszinierendes, schönes an sich,
was man kennen lernt, wenn man die touristenüberlaufenen Innenbereiche
verlässt und mal durch die vielen kleinen Gassen streift, wie Carina
und ich es öfters mal gemacht haben.
IN Prag braucht man nur wenig Geld, man bekommt für umgerechnet 4€
sogar schon ein Drei-Gänge-Menü. Auch in die Oper oder ins Theater
kommt man extrem günstig.
Auch die Gruppe war echt super, wenn ich so an Kais Cocktailpartys oder
die abendlichen Versammlungen vor dem Hotel im Grünen denke.
Frau Clevermann und Herr Röver hat man von einer ganz neuen, lockeren
Seite kennen gelernt (*schleim*).
Heute Abend gibt es noch den gemeinsamen Abschlussabend und dann wird
Abschied gefeiert, mal sehen, wie und wo…*g*.
Kai hat schon wieder eingekauft *freu*. Morgen um 7:15 Uhr soll der Bus
dann losfahren.
Und jetzt die realistische Version bitte: „Du schläfst direkt heute
im Bus, sonst kommen wir nicht weg!“ „Bitte um sechs Uhr nen Eimer Wasser über Matthias auskippen…“ Und was ist mit Ihnen, Frau
Clevermann?? Wecken um halb 5?
Also, es ist jetzt 4 Uhr, ich komme grad von dem „geselligen Abend“
bei Kais Cocktails wieder! In 2 Stunden ist Wecken angesagt….in diesem
Sinne!
Das Das gesellige Abschluss-Beinandersfei-Essen war unglaublich gut.
Klar, in so nem „Restaurace“. Seit 0 Uhr ist Party bei Kai. Auf Wodka-
, Martini- und Tequillabasis,… die 2-Liter Version, natürlich!
Ich glaube auch Herr Röver kurz dort erkannt zu haben. War eigentlich
richtig übel: Ich hab Halsschmerzen und Bauchkrämpfe vom vielen
Lachen! *The
more the better* …oder???
So, in 1,45
Stunden ist die Nacht vorbei,…also gute Selbige!
TAG 7
Der
Bus ist tatsächlich um sieben Uhr losgefahren! Man könnte eigentlich
sagen , es war eine ereignislose Fahrt. Klar, was soll man auf einer Fläche
mit der Größe einer Streichholzschachtel auch groß anstellen. Nach
einigen wegtechnischen Problemen (Ne, Herr Röver , SIE haben alles
richtig gemacht! ) sind wir dann gut zurückgekommen
...Ach ja, Herr Röver: versuchen sie doch mal den Busfahrer mit
"Friedhelm" anzusprechen, ich glaube, da rauf hört er eher
als auf "Peter"...
P.S. das Tagebuch ist situativ entstanden und mögliche fiese Passagen sind auf keinen fall so gemeint . es war eine richtig tolle fahrt mit
einer richtig tollen Gruppe und das buch sollte an den richtigen stellen
mit Humor genommen werden. auch die Zitate sind situationsgetreu und
nicht nur von mir...
P.P.S.
denkt dran, Leute: Es gibt nur einen Uli Röver...
Lisa Thomé
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